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	<title>Dziuks KĂĽche</title>
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	<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 21:59:26 +0000</pubDate>
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		<title>newsticker&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jun 2008 22:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Küchenpersonal</dc:creator>
		
	<category>Aktuell</category>
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		<description><![CDATA[window.document.getElementById('post-54').parentNode.className += ' adhesive_post';
03.11.09.
&#8220;Das Magazin&#8221; zum Liederpreis 09&#8243;  (November-Ausgabe)
29.09.09.
&#8220;Shake it, Wolfgang&#8221; auf JubilĂ¤ums-CD des Rolling Stone  (Oktober-Ausgabe)
02.07.09.
Liederpreis 2009 fĂĽr &#8220;Ein Regenlied&#8221;  Info
04.06.09.
Axel Prahl ĂĽber Danny Dziuk  WDR (Juni 09)

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<strong>03.11.09.</strong></p>
<p>&#8220;Das Magazin&#8221; zum Liederpreis 09&#8243;  <strong><a target="_blank" href="http://dziuks-kueche.de/presse/sowas-braucht-zeit.html">(November-Ausgabe)</a></strong></p>
<p><strong>29.09.09.</strong></p>
<p>&#8220;Shake it, Wolfgang&#8221; auf JubilĂ¤ums-CD des Rolling Stone  <strong><a target="_blank" href="http://www.rollingstone.de/news/article.php?article_file=1253875164.txt&#038;showtopic=Heft-CD%3Cbr%3E%3C/a%3E">(Oktober-Ausgabe)</a></strong></p>
<p><strong>02.07.09.</strong></p>
<p>Liederpreis 2009 fĂĽr &#8220;Ein Regenlied&#8221;  <strong><a target="_blank" href="http://www.liederbestenliste.de/nachrichten32.html">Info</a></strong></p>
<p><strong>04.06.09.</strong></p>
<p>Axel Prahl ĂĽber Danny Dziuk  <strong><a target="_blank" href="http://www.wdr.de/tv/westart/dienstag/sendungsbeitraege/2009/0602/prahl.jsp">WDR (Juni 09)</a></strong>
</p>
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		<title></title>
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		<pubDate>Fri, 25 Dec 2009 22:32:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
		
	<category>Sporadische Dauerkolumne</category>
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		<title>AutoritĂ¤ten, BĂ¤ume, KĂĽnstler, Mythen.</title>
		<link>http://dziuks-kueche.de/blog/2009/04/30/autoritaten-baume-kunstler-mythen/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 11:34:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Danny Dziuk</dc:creator>
		
	<category>Sporadische Dauerkolumne</category>
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		<description><![CDATA[Hier eine weitere Exklusiv-Ăśbersetzung (liebe 137 Freunde), diesmal ein Auszug aus Henry Millers Essay â€žKrishnamurtiâ€ś (The books in my life)*.  Allein die Konstellation: einer der grĂ¶Ăźten literarischen Freigeister des letzten Jahrhunderts redet ĂĽber jemanden, den manche vielleicht als â€žspirituellen Lehrerâ€ś bezeichnen wĂĽrden (also quasi das Gegenteil, was aber in zentralen Punkten an der Sache [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier eine weitere Exklusiv-Ăśbersetzung (liebe 137 Freunde), diesmal ein Auszug aus Henry Millers Essay â€žKrishnamurtiâ€ś (The books in my life)*.  Allein die Konstellation: einer der grĂ¶Ăźten literarischen Freigeister des letzten Jahrhunderts redet ĂĽber jemanden, den manche vielleicht als â€žspirituellen Lehrerâ€ś bezeichnen wĂĽrden (also quasi das Gegenteil, was aber in zentralen Punkten an der Sache vorbeigeht); und wenn ich drĂĽber nachdenke, als was man Jiddu Krishnamurti denn sonst so bezeichnen kĂ¶nnte (neulich schrob ich â€žindischer Philosophâ€ś, aber auch das trifftÂ´s nicht wirklich), steh ich ebenfalls vor ner Wand: ich glaube, dass er schlicht zur Kategorie derer gehĂ¶rt, die man nicht begrifflich eingrenzen kann, ohne ihnen Gewalt anzutun; bei denen man so verdammt aufpassen muss, was man ĂĽber sie sagt, dass man in der Regel einen groĂźen Bogen um das Thema macht. Nicht, weil es uninteressant wĂ¤re, sondern weil man nichts Falsches sagen mĂ¶chte. Und das tu ich auch jetzt nicht, sondern ĂĽberlasse einfach Henry Miller das Feld, soll <em>er</em> sehen, wie er damit klarkommt, das ist ab jetzt seine Sache (ein AusweichmanĂ¶ver, sicher, aber immerhin eines, das dieses Thema zumindest aufÂ´s Tapet bringt. Und wo wir schon mal so weit sind, mĂ¶chte ich ganz schnell noch hinzufĂĽgen (ein bisschen groĂźmĂ¤ulig, ja ja, das trau ich mich gerade noch), dass ein Text wie dieser wahrscheinlich mehr ĂĽber die Welt sagt, in der wir uns gerade befinden, als ungefĂ¤hr dreitausendsiebenhundertachtundneunzig Zeitungsartikel ĂĽber die â€žFinanzkriseâ€ś, den â€žKampf der Kulturenâ€ś, ĂĽber diesen momentan unglaublichen Rollback ins Mittelalter sowie die vĂ¶llige Unsicherheit in Bezug auf fast alles, was Religion, Kultur, Wirtschaft &#038; Politik betrifft (in dieser Reihenfolge)) (&#038; Entschuldigung fĂĽr all die Klammern), na schĂ¶n, jetzt reichtÂ´s, los gehtÂ´s:   </p>
<p> (&#8230;) Nach einer langen Diskussion (Krishnamurtis) mit einem Mann in Bombay sagt Letzterer zu Krishnamurti: â€žDas, wovon Sie sprechen, kĂ¶nnte zur Erschaffung von Supermenschen fĂĽhren, zu Leuten, die sich selbst ihre eigenen absoluten Meister wĂ¤ren.<br />
Aber was ist mit dem Mann am FuĂźe der Leiter, der sich auf Ă¤uĂźere AutoritĂ¤ten verlassen muss, der alle Arten von KrĂĽcken braucht, der gezwungen ist, sich einem moralischen Code zu unterwerfen, der in Wirklichkeit zugegebenermaĂźen vielleicht gar nicht fĂĽr ihn gemacht ist?â€ś </p>
<p>K. antwortet: â€ž Schauen Sie, was in der Welt passiert. Die Starken, GewalttĂ¤tigen und MĂ¤chtigen, diejenigen, die Herrschaft ĂĽber andere an sich reiĂźen und ausĂĽben, befinden sich oben; unten sind die Schwachen und Sanften, die kĂ¤mpfen und sich abrackern. Nehmen Sie als Kontrast dazu einen Baum, dessen StĂ¤rke und Erhabenheit aus seinen tiefen und versteckten Wurzeln emporwĂ¤chst; im Falle des Baumes ist das obere Ende gekrĂ¶nt von zarten BlĂ¤ttern, empfindlichen SprĂ¶sslingen und den allerfragilsten Zweigen. In der menschlichen Gesellschaft, zumindest wie sie sich heute darstellt, werden die Starken und MĂ¤chtigen von den Schwachen gestĂĽtzt. In der Natur dagegen sind es die Starken und MĂ¤chtigen, die die Schwachen stĂĽtzen (unter den Evolutionsforschern gibtÂ´s Debatten darĂĽber, ob es nicht doch die FĂ¤higkeit zur Empathie sein kĂ¶nnte, die fĂĽr das Ăśberleben der menschlichen Spezies bisher vor allem verantwortlich war -  meine Anm.). Solange Sie weiterhin jedes Problem aus einer pervertierten und verzerrten Sicht wahrnehmen, werden Sie einfach nur immer den jeweils aktuellen Zusand der Dinge akzeptieren. Ich sehe das Problem aus einer anderen Perspektive&#8230; weil Ihre Ăśberzeugungen nicht das Resultat ihres eigenen Verstehens sind, kĂ¤uen Sie einfach nur die Ă„uĂźerungen von AutoritĂ¤ten wider, hĂ¤ufen Zitate an, spielen eine AutoritĂ¤t gegen die andere aus, das Alte gegen das Neue. Dazu habe ich nichts zu sagen. Wenn Sie das Leben jedoch von einem Standpunkt aus betrachten, der nicht deformiert oder von AutoritĂ¤ten verunstaltet ist, nicht ausstaffiert mit dem Wissen anderer, sondern das Ihrem eigenen Leiden entspringt, Ihren eigenen Gedanken, Ihrer Kultur, Ihrem VerstĂ¤ndnis, Ihrer Liebe, dann werden Sie verstehen, was ich sage -  â€žcar la mĂ©ditation du coeur est l`entendementâ€ś&#8230;   persĂ¶nlich - und ich hoffe, Sie verstehen, was ich jetzt sage - habe ich keinerlei Glauben und gehĂ¶re keiner Tradition an. Das war immer meine Haltung dem Leben gegenĂĽber. Es ist eine Tatsache, dass das Leben sich von Tag zu Tag Ă¤ndert, und Glaubensinhalte und Traditionen sind fĂĽr mich nicht nur nutzlos, sondern, wĂĽrde ich mich von ihnen an die Kette legen lassen, hinderten mich daran, das Leben zu verstehen&#8230; Sie mĂ¶gen Befreiung erlangen, ganz egal, wo sie sich befinden oder wie die UmstĂ¤nde sind, aber das bedeutete, dass Sie das DurchhaltevermĂ¶gen eines Genies haben mĂĽssten. Weil Genie letztlich in der FĂ¤higkeit besteht, sich von jeglichen Verstrickungen zu lĂ¶sen, in denen man gefangen ist, die FĂ¤higkeit, aus dem Teufelskreis auszubrechen&#8230; Sie mĂ¶gen mir sagen, dass ich diese FĂ¤higkeit nicht habe. Aber das exakt ist mein Standpunkt. Um Ihre eigene StĂ¤rke zu entdecken, die in Ihnen selbst vorhandene Kraft,  mĂĽssen Sie bereit und willens sein, sich mit jeder Art von Erfahrung auseinander zu setzen. Und gerade das ist es, was Sie ablehnen!â€ś </p>
<p>Diese Art von Sprache ist nackt, befreiend und inspirierend. Sie durchdringt die Wolken von Philosophie, auf die unsere Gedanken grĂĽnden und erneuert Quellen, die zur Tat fĂĽhren. Sie rĂĽckt die schwankenden Superstrukturalismen unserer verbalen Gymnasiasten an die richtige Stelle und reinigt den Boden von Unrat. Anstatt eines Hindernisrennens  oder einer Rattenfalle macht es das tĂ¤gliche Leben zu einer erfreulichen Angelegenheit. In einem GesprĂ¤ch mit seinem Bruder Theo sagte Van Gogh einmal: â€žChristus war deshalb so unendlich groĂź, weil niemals irgendwelche MĂ¶bel oder andere stupiden Accessoires ihm im Weg standen.â€ś Man hat dasselbe GefĂĽhl bei Krishnamurti: Nichts steht ihm im Weg. Seine Karriere, einzigartig in der Geschichte spiritueller FĂĽhrer, erinnert einen an das berĂĽhmte Gilgamesch Epos. In seiner Jugend als der kommende ErlĂ¶ser verklĂ¤rt, lehnte er die ihm bereitete Rolle ab, verprellte sĂ¤mtliche JĂĽnger, und lehnte alle Mentoren und Lehrer rigoros ab. Er grĂĽndete keinen neuen Glauben oder Dogma, stellte alles in Frage, kultivierte den Zweifel ( besonders in Augenblicken der VerzĂĽckung), und - vermĂ¶ge eines geradezu heroischen Ringens sowie unglaublicher Ausdauer - befreite sich von Illusion und falschem Zauber, von Stolz,  Eitelkeit sowie jeder subtilen Form von Herrschaft ĂĽber andere. Er drang zum Ursprung des Lebens vor, auf der Suche nach Nahrung und Inspiration. Den Fallen und Schlingen derer zu widerstehen, die ihn an ihre Kandare nehmen und ausbeuten wollten, erforderte unendliche  Wachsamkeit (&#8230;) - </p>
<p>Es gibt etwas an Krishnamurtis Ă„uĂźerungen, das das Lesen von BĂĽchern Ă¤uĂźerst ĂĽberflĂĽssig zu machen scheint. Auch gibt es eine andere, noch treffendere Tatsache in Verbindung mit seinen Ă„uĂźerungen (&#8230;), nĂ¤mlich dass â€žje klarer seine Worte, desto weniger seine Botschaft verstandenâ€ś wird (Suarez). </p>
<p>Krishnamurti sagte mal: â€žIch werde ausdrĂĽcklich vage sein; ich kĂ¶nnte genausogut sehr deutlich werden, aber das liegt nicht in meiner Absicht. Denn sobald eine Sache definiert ist, ist sie totâ€ś&#8230; nein, weder definiert Krishnamurti, noch antwortet er mit Ja oder Nein. Er wirft den Fragenden auf sich selbst zurĂĽck, zwingt ihn, die Antwort in sich selbst zu suchen. Immer wieder wiederholt er: â€śIch bitte Sie nicht darum, mir zu glauben&#8230; ich wĂĽnsche mir nichts von Ihnen, weder Ihre geneigte Meinung, Ihr EinverstĂ¤ndnis, noch, dass Sie mir folgen. Ich bitte Sie nicht, zu glauben, sondern zu verstehen, was ich sage.â€ś Kollaboriert mit dem Leben! - das ist es, was er einem immer wieder einschĂ¤rft. Hier und da ist es veritable PrĂĽgel, die er verabreicht - den Selbstgerechten. Was, fragt er, habt ihr erreicht mit all euren geschliffenen WĂ¶rtern, euren Slogans und Schubladen, euren BĂĽchern? Wie viele Einzelne habt ihr glĂĽcklich gemacht, nicht in einem vorĂĽbergehenden, sondern in einem bleibenden Sinne? Und so weiter. (&#8230;)</p>
<p>All die schĂĽtzenden Vorrichtungen - sozial, moralisch oder religiĂ¶s - die die Illusion erzeugen, als wĂĽrden sie die Schwachen stĂĽtzen und ihnen helfen, auf dass sie gelenkt und geleitet wĂĽrden in Richtung auf ein besseres Leben, sind prĂ¤zise das, was sie von dem Gewinnbringenden an direkter Lebenserfahrung fernhĂ¤lt. Statt nackter und direkter Erfahrung sehnt sich der Mensch danach, Gebrauch zu machen von Protektionsangeboten, und wird auf diese Weise deformiert. Diese Schutzvorrichtungen werden zu Machtinstrumenten materieller und spiritueller Ausbeutung. </p>
<p>Einer der hervorstechendsten Unterschiede zwischen jemandem wie Krishnamurti und KĂĽnstlern generell liegt vor allem in der jeweiligen Haltung ihrer eigenen Rolle gegenĂĽber. Krishnamurti betont, dass es einen permanenten Widerspruch gibt zwischen dem kreativen Genie eines KĂĽnstlers und seinem Ego. Der KĂĽnstler, sagt er, bildet sich ein, dass es sein Ego ist, welches groĂźartig oder sublim ist. Dieses Ego mĂ¶chte sich den Moment der Inspiration gewinnbringend zunutze machen fĂĽr die eigene Glorifizierung, diesen Moment, in dem es in BerĂĽhrung mit der Ewigkeit war, ein Moment, in dem ganz prĂ¤zise das Ego eben gerade abwesend war, ersetzt durch den puren Bodensatz der eigenen lebendigen Erfahrung. Es ist die eigene Intuition, fĂ¤hrt er fort, der allein man sich anvertrauen sollte. Sowie in der Tat Dichter, Musiker, und KĂĽnstler ĂĽberhaupt AnonymitĂ¤t kultivieren und sich von ihren SchĂ¶pfungen loslĂ¶sen sollten. Die meisten KĂĽnstler jedoch pflegen das genaue Gegenteil, sie mĂ¶chten ihr Werk vor allem im Zusammenhang mit ihrer Signatur sehen. VerkĂĽrzt gesprochen: solange der KĂĽnstler vor allem seinem Individualismus nachhĂ¤ngt, wird es ihm nie gelingen, seine Inspiration oder kreative Kraft permanent zu erhalten. Die QualitĂ¤t oder Bedingung von Genie ist nichts als die erste Phase der Eingebung. (&#8230;)  </p>
<p>(Gut, was!? - meine Anm.) </p>
<p>(&#8230;) Was mich dazu brachte, von Krishnamurti zu reden, ist die Tatsache, dass er, wie solide auch immer er verankert sein mag in der RealitĂ¤t, unwillentlich einen Mythos und eine Legende um sich herum erzeugt hat. Leute wollen einfach nicht wahrhaben, dass jemand, der sich selbst geschaffen hat - einfach, gerade und wahrhaftig - nicht etwas sehr viel Komplexeres und MysteriĂ¶seres dahinter versteckt. Angenommen, ihr dringlichster Wunsch besteht darin,  sich aus den grausamen Schwierigkeiten herauszuwinden, in denen sie sich befinden: was sie wirklich bewundern, ist, alles mĂ¶glichst schwierig zu machen, mĂ¶glichst obskur und Ă¤nderungsfĂ¤hig erst in einer fernen Zukunft. Dass ihre Schwierigkeiten selbstgemacht sind, ist das Letzte, was sie in der Regel zugeben. Auf Wirklichkeit, wenn sie sich denn einen Moment lang mal erlauben einzugestehen, dass sie existiert - im tĂ¤glichen Leben - wird sich immer nur bezogen als â€žrauheâ€ś Wirklichkeit. Man spricht darĂĽber wie von etwas Entgegengesetztem zur gĂ¶ttlichen Wirklichkeit, oder - sagen wir - einem sanften versteckten Paradies (â€žsoft hidden paradiseâ€ś). Die Hoffnung, dass wir eines Tages erwachen werden zu Lebensbedingungen, die vĂ¶llig anders sind als das, was wir jeden Tag erfahren, macht Menschen zu willigen Opfern jeder Art von Tyrannei und UnterdrĂĽckung. Der Mensch wird lĂ¤cherlich gemacht durch Hoffnung und Angst. Der Mythos, den er von Tag zu Tag lebt, ist der Mythos, dass er eines Tages dem GefĂ¤ngnis entkommen mĂ¶ge, das er fĂĽr sich selbst geschaffen hat, und das er den Machenschaften anderer zuschreibt. Jeder wahre Held hat die Wirklichkeit zu seiner eigenen gemacht. Indem er sich selbst befreit, sprengt er den Mythos, der uns an Vergangenheit und Zukunft bindet. Darin besteht gerade die Essenz von Mythos - dass er das wunderhafte (â€žwondrousâ€ś) Hier und Jetzt verschleiert. (&#8230;)</p>
<p>Ein paar Jahre spĂ¤ter soll Krishnamurti folgendes gesagt haben: â€žVerlangt nicht nach GlĂĽcklichsein. Sucht nicht nach Wahrheit. Sucht nicht das Ultimative.â€ś AuĂźer fĂĽr Sophisten und VerfĂ¤lscher gibtÂ´s hier nichts Abweichendes von der ewigen Streitfrage, die er folgendermaĂźen auf den Punkt bringt: â€žSie suchen nach Wahrheit, als wĂ¤rÂ´s das Gegenteil von dem, was Sie sind.â€ś<br />
Wenn solche klaren, gradlinigen Worte nicht anstacheln oder aufwecken, was dann?<br />
(&#8230;)</p>
<p>(* Copyright 1969 by New Directions Publishing Corporations.) </p>
<p>Na schĂ¶n, also hier hĂ¶r ich einfach mal auf.
</p>
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		<title>Freche Tattoos auf blutjungen Bankiers&#8230;</title>
		<link>http://dziuks-kueche.de/blog/2008/11/23/freche-tattoos-auf-blutjungen-bankiers/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2008 23:04:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Danny Dziuk</dc:creator>
		
	<category>Sporadische Dauerkolumne</category>
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		<description><![CDATA[&#8230; kann zwar ohne weiteres auch fĂĽr sich selbst sprechen, trotzdem aber vielleicht ein paar ganz klitzekleine Anmerkungen: dass ich nĂ¤mlich z.B. ziemlich stolz bin, dass Franz Dobler unsere SĂĽdbalkon-Fassung seines Songs â€žDer mit der Gitarreâ€ś kommentierte mit: â€śWĂĽsste nicht, wie man das besser machen kĂ¶nnte.â€ś AuĂźerdem darauf, dass Dota Kehr bei meinem Berlin-Lied mitgesungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; kann zwar ohne weiteres auch fĂĽr sich selbst sprechen, trotzdem aber vielleicht ein paar ganz klitzekleine Anmerkungen: dass ich nĂ¤mlich z.B. ziemlich stolz bin, dass Franz Dobler unsere SĂĽdbalkon-Fassung seines Songs â€žDer mit der Gitarreâ€ś kommentierte mit: â€śWĂĽsste nicht, wie man das besser machen kĂ¶nnte.â€ś AuĂźerdem darauf, dass Dota Kehr bei meinem Berlin-Lied mitgesungen hat. Und auf Susanne Betancors La-Strada-artige Trompeteneinlage bei der Zweitfassung vom Regenlied. - Stolz soll ja in den meisten FĂ¤llen keine besonders nette  GefĂĽhlsregung sein, aber hier wĂĽrde ich da gerne mal eine Ausnahme machen.<br />
Wie auch immer, dann gibtÂ´s da noch ein vertontes Peter Hacks-Gedicht, bei dem mir zwar eine Zeile (die zu Anfang der 3. Strophe) ziemlich gegen den Strich ging, das mich ansonsten aber mit seiner kĂĽhlen Klarheit auch genauso ziemlich vom Hocker haute. Was soll ich sagen? Hier ein Versuch: vielleicht ja keine schlechte Zeit, auch mal wieder einen Kommunisten zu Wort kommen zu lassen (andererseits: wer zum Teufel bin ich, jemanden wie Hacks zu Wort kommen lassen). Und seltsamerweise enthĂ¤lt gerade dieses StĂĽck die vielleicht schĂ¶nste Instrumentalpassage, die mir bisher auf Platte gelungen ist.  </p>
<p>Hatte in den letzten 2 Jahren ein paar neue Leute kennengelernt, die zwar kaum etwas mit meinem Genre zu tun haben, nichtsdestotrotz aber einiges bei mir auslĂ¶sten, was Schreibe &#038; Stilistik angeht. Ich glaub, auch das wird man merken. Unter anderem waren das der Liedermacher &#038; Essayist Christof StĂ¤hlin, ohne den oder dessen Umfeld (z.B. www.sago-schule.de) ein paar der Songs mit Sicherheit so jetzt nicht existieren wĂĽrden (ich hĂ¤ttÂ´s mich schlicht nicht getraut). SelbstverstĂ¤ndlich hab ich dadurch meine Americana-Hausheiligen nicht vergessen, an deren musikalischer Sprache ich mich bisher noch am ehesten orientiert hatte (&#038; auch dafĂĽr gibtÂ´s ein paar sehr handfeste Beispiele). Aber ich schreibe ja auf deutsch, &#038; da kannÂ´s durchaus auch ein ziemlicher Kick sein, Leuten zu begegnen, die sich beinah ausschlieĂźlich auf deutschsprachige Traditionen beziehen, wie z.B. der Georg Kreisler-beeinflusste Sebastian KrĂ¤mer.  </p>
<p>Ansonsten sind auch diesmal einige Songs ĂĽbriggeblieben, habenÂ´s aus verschiedenen GrĂĽnden nicht auf das Album geschafft, so u.a. â€žPsychopathologische LĂĽgnerâ€ś, â€žVerliebt &#038; blindâ€ś(von Bernie Conrads), das Raucherlied, â€žIdylle in HĂĽlle &#038; FĂĽlleâ€ś sowie ein paar andere. Und von den 14 Songs, die drauf sind, haben wir (oder ich) ebenso ein paar durchaus hier &#038; da auch schon mal live gespielt, aber es gibt eben auch ne ganze Menge, die wir noch nie gespielt haben. Auch gabÂ´s bei einigen der Texte weitere Strophen (&#038; nicht die schlechtesten), die den Rahmen am Ende jedoch gesprengt hĂ¤tten. Hier nur mal 3 davon, was das Regenlied angeht: </p>
<p>regne, bis bei MorgendĂ¤mmrung<br />
sich ein KĂ¶nigskinderpaar<br />
fragen wird, wieso da ringsum<br />
keine falsche Nonne war</p>
<p>regne, Regen, satt &#038; prĂ¤chtig<br />
auch den SpĂ¶ttern bis ans Kinn<br />
regne, bis das Wort Gerechtig-<br />
keit nÂ´ Schatten kriegt von Sinn</p>
<p>regne, Regen, dann auf meine<br />
Fehler, &#038; das nicht zu knapp<br />
gerade die, fĂĽr die ich keine<br />
weitere ErklĂ¤rung hab    </p>
<p>Einen starken Einfluss auf solche Sequenzen hatte wahrscheinlich nicht zuletzt auch Henry Millers Essay ĂĽber Arthur Rimbaud (â€žVom grossen Aufstandâ€ś), sowie bei â€žZeitâ€ś der indische Philosoph Jiddu Krishnamurti. Auch Fernando Pessoa wird ab &#038; zu durch meine Texte geistern, fĂĽrchte ich. Und vor kurzem hatte ich mal wieder eines der Zen-BĂĽcher von Janwillem van de Wetering in den Fingern &#038; musste feststellen, wie viel davon ich vor etwa 2 Jahrzehnten als sehr junger Mensch arroganterweise einfach ĂĽberlesen hatte. Wie auch immer, jedenfalls glaub ich, dass diese Aufnahmen hier tatsĂ¤chlich einen Schritt weiter sind als die der 3 letzten Alben davor: der Sound klarer, die Stimme prĂ¤senter, die Texte subtiler &#038; alles liegt offener auf dem Tisch. Und entweder mag manÂ´s oder auch nicht, aber voilĂ , am Ende ist es zumindest deutlicher. Ich meine, so deutlich, wie man halt sein kann.  </p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>And now something completely different (sorry, aber ich kann grad nicht anders): nĂ¤mlich darĂĽber, wie Horst KĂ¶hler vorgestern â€žden Banken die Leviten&#8221; las (Tagesspiegel)&#8230; zusammenfassen wĂĽrde ich die Rede in etwa mit:</p>
<p>â€žAlso, liebe Diebe: nachdem jeder von euch<br />
im Schnitt jetzt mit ein paar Milliarden gratis<br />
davongekommen ist, gebt euch doch gefĂ¤lligst<br />
in Zukunft ein bisschen mehr MĂĽhe, wenigstens<br />
so zu tun, als hĂ¤ttet ihr zumindest einen Schatten<br />
von Verantwortungsbewusstsein, verstanden?â€ś - </p>
<p>Und die stumme Antwort auf den Gesichtern der<br />
anwesenden Bankiers: </p>
<p>â€žOk, Chef, machen wir. Aber kĂ¶nnen wir jetzt mal endlich gehen?&#8221; -  </p>
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		<title></title>
		<link>http://dziuks-kueche.de/blog/2008/10/11/telegramm/</link>
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		<pubDate>Sat, 11 Oct 2008 01:39:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Danny Dziuk</dc:creator>
		
	<category>Sporadische Dauerkolumne</category>
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		<title>Und noch einer: BlowinÂ´Smoke.</title>
		<link>http://dziuks-kueche.de/blog/2008/07/04/und-noch-einer-blowin%c2%b4smoke/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Jul 2008 21:32:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Danny Dziuk</dc:creator>
		
	<category>Sporadische Dauerkolumne</category>
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		<description><![CDATA[Nur so fĂĽr zwischendurch nochmal ein zur Abwechslung ausnahmsweise nicht von mir stammender Rauchertext - dazu auch noch einer ĂĽber Zigarrenraucher, wobei neben Antirauchern leider auch die Zigarettenraucher nicht allzugut wegkommen, aber egal. Ich fand ihn einfach so lustig, pointiert &#038; im Tonfall so anders als das, was man von hier gewohnt ist - dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur so fĂĽr zwischendurch nochmal ein zur Abwechslung ausnahmsweise nicht von mir stammender Rauchertext - dazu auch noch einer ĂĽber Zigarrenraucher, wobei neben Antirauchern leider auch die Zigarettenraucher nicht allzugut wegkommen, aber egal. Ich fand ihn einfach so lustig, pointiert &#038; im Tonfall so anders als das, was man von hier gewohnt ist - dass ich quasi kaum anders konnte. Es handelt sich dabei um eine in dieser HemisphĂ¤re nicht zugĂ¤ngliche Kolumne von Kinky Friedman, die ich dazu auch noch ĂĽbersetzt hab. Also im doppelten Sinne exclusiv nur hier &#038; jetzt &#038; fĂĽr meine siebenunddreissig Besucher&#8230; viel Spass!  </p>
<p>BlowinÂ´Smoke </p>
<p>Als mein Verleger anfragte, ob ich nicht mal irgendwas ĂĽber Zigarren schreiben kĂ¶nnte, hielt ich das fĂĽr eine bemerkenswert krankgeleitete Idee. Es gibt nicht viele Leute auf der Welt, die Zigarren mĂ¶gen, und noch weniger, die sie rauchen. Die meisten wĂĽrden sie nicht mal mit einer Bootsstange anfassen (ganz zu schweigen von der Tatsache, dass manche Zigarren heutzutage die GrĂ¶Ăźe einer Bootsstange haben). Die ĂĽberwĂ¤ltigende Mehrheit der Frauen hassen Zigarren sogar mehr noch als Kakerlaken. Und selbstverstĂ¤ndlich sind Kinder die schlimmsten von allen, wenn sie im Supermarkt bereits beim Anblick einer selbst unangezĂĽndeten Zigarre mit ihren kostbaren kleinen HĂ¤ndchen vor ihren kostbaren kleinen NĂ¤schen herumwedeln. Und sowas irritiert selbst den Kinkster immer wieder (*1). Manchmal verspĂĽre ich den Wunsch, sie mit einer Bootsstange in ihre kleinen Rippen zu pieksen.</p>
<p>Und genau das war es schliesslich, weshalb ich mich entschied, doch ĂĽber dieses Thema zu schreiben. Ich sehe es als eine erzieherische MaĂźnahme gegenĂĽber all den hochtrabenden, politisch korrekten, humorlosen &#038; verstopften spirituellen Dampfwalzen in unserer pathologisch gesundheitsorientierten zivilen Gesellschaft, die Zigarrenraucher mittlerweile beinah wie biblische Leprakranke behandelt. Und in der Tat sind Zigarrenraucher eine der meistgeschmĂ¤htesten und diskreditiertesten Minderheiten im Land. GlĂĽcklicherweise sind die meisten von uns gutgebaute, unwirsche, groĂźmĂ¤ulige &#038; wohlhabende Kerle, die jede Art von Missbrauch seitens kostbarer kleiner Kinder in SupermĂ¤rkten bestens zu handhaben wissen. </p>
<p>Und obwohl die Meinung in der wissenschaftlichen Gemeinde nicht sehr verbreitet ist, war ich immer der Ansicht, dass Zigarren einem guttun. WennÂ´s hart auf hart kommt, stehen Nichtraucher oft passiv an der Seite, wĂ¤hrend sie passiven Rauch in ihre passiven Leben inhalieren. Und Zigarettenraucher springen unter solchen UmstĂ¤nden in der Regel panikartig aus den Fenstern ihrer Parterre-Wohnungen. Wie auch immer, jedenfalls scheinen Zigarrenraucher oft, sobald es brenzlig wird, eine Art kosmische Symphonie zu dirigieren, die nur sie selber hĂ¶ren kĂ¶nnen. Ihre Haltung ist vielleicht am besten beschreibbar mit â€žLass die Lava rollenâ€ś. Und ich fĂĽge hinzu, dass dieser Bewusstseinszustand den Blutdruck senkt, Stress mindert, gar nicht zu reden davon, dass es immer ein VergnĂĽgen ist, andere zu irritieren. Letzteres, so fahre ich fort, ist eines der wahren Geheimnisse um die berĂĽchtigten Langlebigkeit von Zigarrenrauchern.</p>
<p>Thomas Edison zum Beispiel, der Berichten zufolge 18 Zigarren tĂ¤glich rauchte, wurde 84 Jahre alt, und zwar hauptsĂ¤chlich indem er Leuten seinen Zigarrenqualm ins Gesicht blies, die sich ĂĽber seine Erfindungen lustig machten. Mark Twain, der bis zu 40 Zigarren tĂ¤glich paffte, sagte: â€žFalls das Rauchen im Himmel nicht gestattet sein sollte, geh ich nicht.â€ś Er war 74, als er anfing, himmlische Zigarren zu rauchen und Heiligenscheine statt Rauchringe in den Raum zu blasen. Und dann gabÂ´s da Winston Churchill, der wĂ¤hrend der Kriegsjahre fast immer eine Zigarre in der Schnauze hatte. Und der sogar eine spezielle Sauerstoffmaske beantragte, um nur ja auch bei ĂśberhĂ¶henflĂĽgen noch rauchen zu kĂ¶nnen. Er lebte, bis er 90 war. </p>
<p>Sigmund Freud, der erste Mann, der realisierte, dass Zigarrenrauchen eine hochsuggestive orale Fixierung bedeutete, war nichtsdestotrotz selber selten ohne Zigarre anzutreffen und lebte, bis er 83 Jahre alt war. Vor 3 Jahren wurde ich infolge einer eher unerfreulichen Verkettung von UmstĂ¤nden ziemlich unfeierlich aus dem Freud-Museum in Wien, Ă–sterreich, hinausbefĂ¶rdert. Die Empfangsdame, die aussah und sich auch so benahm wie ein SpĂĽrhund mit Ohrringen, war mit meiner Zigarrenraucherei alles andere als nachsichtig. Und das in einem Museum, welches einem Mann geweiht war, dessen ganzes Leben sich um Zigarren herum entwickelt hatte; selbstverstĂ¤ndlich mitsamt all den kranken Dingen, die sie im Unterbewusstsein mĂ¶glicherweise reprĂ¤sentieren. Ich machte ihr genau das gerade klar, als sie eine Phalanx von U-Boot-Kommandeuren um sich versammelte, die mich dann gnĂ¤digst zum Ausgang geleitete, wĂ¤hrend ich wiederholt in ausgesucht gereimtem Vers chantete â€žSigmund Freud /  tĂ¤t das sehr leidâ€ś. (*2)</p>
<p>Ich fĂĽr meinen Teil rauche nicht weniger als 12 Zigarren tĂ¤glich mit der Erwartung, ewig zu leben. SelbstverstĂ¤ndlich inhaliere ich nicht. Ich blase meinen Rauch nur in Richtung kleiner Kinder, zartblĂĽhender Pflanzen und jedem, der gerade zufĂ¤llig an mir vorbeijoggt. Im Alter von 14 Jahren experimentierte ich mit Swisher Sweets und Rum Crooks (*3), bis ich mich schlieĂźlich hocharbeitete zu den groĂźen schwarzen phallischen Symbolen, die ich heute rauche. </p>
<p>Ich glaube, dass der Notstand des Zigarrenrauchers symptomatisch ist fĂĽr eine ernsthafte SchrĂ¤glage der PrioritĂ¤ten in diesem groĂźartigen Land. Nehmen wir z.B. an, 3 MĂ¤nner spazieren in ein kalifornisches Restaurant. Der erste trĂ¤gt einen Cowboyhut und raucht eine Zigarre von der GrĂ¶Ăźe einer koscheren Salami, der zweite trĂ¤gt eine Uzi, und der dritte, der gerade zurĂĽckgekommen ist von einem Yogaseminar in Utah, ist nackt und darauf aus, so viele der GĂ¤ste wie mĂ¶glich verrĂĽcktzumachen. VĂ¶llig klar, dass sich der Chefkellner und das Personal fast auf der Stelle zuerst des Cowboys annĂ¤hmen und ihn verhaften lieĂźen. Die beiden anderen blieben ĂĽbrig mit der Frage, was zum Teufel eigentlich passiert ist.<br />
Vielleicht kĂ¤me die Polizei dann spĂ¤ter nochmal zurĂĽck, um sich nach ihren DrehbĂĽchern zu erkundigen. </p>
<p>Ich kann nur auf den Tag hoffen, an dem die Rolle der Zigarre in unserer Gesellschaft nicht lĂ¤nger zum Aschenhaufen der Geschichte gehĂ¶rt. Eine Zigarre hat etwas, dass nach einer Person mit einem gewissen spirituellen Gewicht verlangt, eine MaĂźeinheit dafĂĽr, mit sich im Reinen zu sein, ein geschickter Kunstgriff, die Welt auf Distanz zu halten. Zigarrenrauchen ist mehr als eine Angewohnheit, mehr als eine freudianische Zungenbewegung um nur ein weiteres Tabakprodukt herum. Zigarrenrauchen ist eine sĂ¤kulare Religion, eine Lebensweise fĂĽr diejenigen MĂ¤nner (und Frauen), die keine Angst haben, zu leben. </p>
<p>Eine solche Person war auch Ernie Kovacs, ein Zigarrenraucher vor dem Herrn sowie sehr beliebter Pionier ikonoklastischer Comedy im Nachtprogramm. David Lettermann und viele andere bedienen sich noch immer bei Kovacs Material, seiner Philosophie und seinem Stil. Wir werden nie wissen, wieviel er sonst noch beigetragen hĂ¤tte zu einer dringend eines gesunden Lachens bedĂĽrfenden Kultur, weil sein Leben 1962 im Alter von 42 leider zu frĂĽh endete, als er sein Auto zu Schrott fuhr. Der Legende zufolge fand die Polizei Kovac ĂĽber das Steuer hĂ¤ngend, die unvermeidliche Zigarre in der einen und ein unangezĂĽndetes Streichholz in der anderen Hand. Es gab die weitverbreitete Vermutung, dass sein Versuch, sich die Zigarre anzuzĂĽnden, mĂ¶glicherweise den Unfall verursacht hĂ¤tte. Jedenfalls denke ich, wie auch immer, dass folgendes passiert ist: nach dem Unfall und im Bewusstsein, nur noch wenige Momente zum Leben zu haben, bestand seine letzte Handlung auf Erden in dem Versuch, sich seine Zigarre anzuzĂĽnden.  </p>
<p>Anmerkungen:</p>
<p>1 Kinky Friedman bezeichnet sich selbst manchmal als â€žder Kinksterâ€ś<br />
2 original bzw. besser: â€žSigmund Freud would be annoyedâ€ś<br />
3 beides Zigarillo-Sorten
</p>
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		<title>Tip&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Mar 2008 00:27:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Danny Dziuk</dc:creator>
		
	<category>Sporadische Dauerkolumne</category>
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		<description><![CDATA[Bitte unbedingt vormerken (schrob darĂĽber an andrerer Stelle schon mal kurz): â€žBRENNENDES HERZâ€ś (Regie: Manfred Stelzer), Mi. 2.4. (!!!!), 20:15, ARD. Vor allem Alexander Scheer ist atemberaubend in diesem Film. Er geht ĂĽber Neonazis &#038; wurde bisher - obwohl er mittlerweile etwa 2 Jahre alt ist - noch nicht ausgestrahlt: vielleicht zuviel Konfliktpotential. Nachdem die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bitte unbedingt vormerken (schrob darĂĽber an andrerer Stelle schon mal kurz): â€žBRENNENDES HERZâ€ś (Regie: Manfred Stelzer), Mi. 2.4. (!!!!), 20:15, ARD. Vor allem Alexander Scheer ist atemberaubend in diesem Film. Er geht ĂĽber Neonazis &#038; wurde bisher - obwohl er mittlerweile etwa 2 Jahre alt ist - noch nicht ausgestrahlt: vielleicht zuviel Konfliktpotential. Nachdem die Zuschauerreaktionen bei dem ein oder anderen Festival eindeutig mehr als positiv waren, traut sich nun auch die ARD dran (die in der ersten Reihe). </p>
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		<title>Ein bisschen Kuckucksnest.</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Mar 2008 00:14:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Danny Dziuk</dc:creator>
		
	<category>Sporadische Dauerkolumne</category>
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		<description><![CDATA[Nur doch eben mal kurz noch zu dem Ă¤h&#8230;  Raucherlied: sicher gibtÂ´s Wichtigeres. Ich geh auch gern nach draussen, wennÂ´s andere stĂ¶rt. Mir doch wurscht. 
Wenn ich aber nach draussen soll, obwohlÂ´s offensichtlich niemanden stĂ¶rt, nehm ichÂ´s durchaus als Zeichen eines - sagen wir - intakten  DemokratieverstĂ¤ndnisses, wenn in meinem Kirchturm da oben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur doch eben mal kurz noch zu dem Ă¤h&#8230;  Raucherlied: sicher gibtÂ´s Wichtigeres. Ich geh auch gern nach draussen, wennÂ´s andere stĂ¶rt. Mir doch wurscht. </p>
<p>Wenn ich aber nach draussen soll, obwohlÂ´s offensichtlich niemanden stĂ¶rt, nehm ichÂ´s durchaus als Zeichen eines - sagen wir - intakten  DemokratieverstĂ¤ndnisses, wenn in meinem Kirchturm da oben ein paar Alarmglocken bimmeln (leise, leise im Ă¤h&#8230; Wind). </p>
<p>Man kriegt jedenfalls zunehmend eine Art Versteckte-Kamera-GefĂĽhl. Oder als wĂĽrde jemand versuchen, die Leute absichtlich an offensichtlich absurde Handlungen zu gewĂ¶hnen. Wieso gibtÂ´s hier kein Rauchertaxi? Der Fahrer rauchte, das Taxi gehĂ¶rte ihm, es stĂĽnde mit einem grossen Schild â€žRauchertaxiâ€ś dran, &#038; deshalb stiegen ja auch nur Leute ein, die eben rauchen wollten. Es wĂĽrde keinen Nichtraucher auch nur im geringsten stĂ¶ren oder belĂ¤stigen. Ausser er wĂĽrde spĂ¤tnachts in einem dunklen Wald von einem Irren verfolgt, aber in letzter Sekunde kĂ¤me auf der anliegenden einsamen Landstrasse zufĂ¤llig ein Rauchertaxi vorbei. Da hĂ¤tte er dann die Wahl: sich entweder von dem Irren verhackbeilen zu lassen oder aber durch Inanspruchnahme des Rauchertaxis via Passivrauchen 500 Jahre spĂ¤ter (statistisch gesehen) vielleicht an Lungenkrebs qualvoll zu sterben. Trotzdem: Nix da. Was soll der Scheiss? Sind wir hier im Kindergarten? </p>
<p>â€žVielleichtâ€ś, scheinen einige zu signalisieren: dass sie es nĂ¤mlich trotz allem irgendwie doch gut fĂ¤nden, wenn der Staat sie zu ihrem eigenen Besten reglementiert &#038; bevormundet. Mal ganz sanft gesprochen: wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr. </p>
<p>Sicher hatÂ´s zu tun mit diesem zunehmenden Gesundheits- &#038; Sicherheitsfundamentalismus, dessen Weltbild man ganz platt zusammenfassen kĂ¶nnte mit: wer am lĂ¤ngsten lebt, hat gewonnen. Auch wird die Welt ja immer unĂĽbersichtlicher, die Konturen verschwimmen, alles schreit nach Profil, aber genau das ist eben immer schwieriger zu haben. </p>
<p>Und was wĂĽrde etwa ein Politiker tun, der sĂ¤mtliche sonstigen Segel gestrichen hĂ¤tte, um sowas wie Profil zumindest halbwegs zu simulieren? Er suchte sich erstens einen mĂ¶glichst grossen positiven gemeinsamen Nenner (Gesundheit, immer eine sichere Bank), zweitens entsprechende Feindbilder. </p>
<p>Also erstmal die Raucher. Es kĂ¶nnte natĂĽrlich ebenso gut gegen GummibĂ¤rchenfresser gehen, denn das ist ja auch nicht gesund: gar nicht auszudenken, um wieviel tausende von Prozenten das GummibĂ¤rchenfressen sĂ¤mtliche Organe wissenschaftlich nachweisbar mehr schĂ¤digt als das Nicht-GummibĂ¤rchenfressen (die Gottschalk-Fans werden schon noch sehen!). Und als nĂ¤chste sind dann die Dicken dran. Oder Hartzvierbezieher, die nicht mindestens eine Stunde tĂ¤glich freiwillig nordic-walken, um sich fĂĽr eventuelle Jobs fitzuhalten, wenn die Gemeinschaft sie denn schon durchfĂĽttert. </p>
<p>Ăśberhaupt sind Raucher zunehmend Unterschicht, Prekariat. Was man mal ehrfurchtsvoll Arbeiterklasse nannte, ist im Bewusstsein derselben Leute innerhalb von ein paar Jahren zu einer Art Angstbild mutiert, das man nicht mal mehr mit der Kneifzange anfassen wĂĽrde.<br />
Also schlagen wir doch einfach gleich zwei Fliegen mit einer Klappe &#038; verbieten ihnen erstmal die Feierabendzigarette in ihrer Eckkneipe. KĂ¶nnte ja sein, dass da mal ein Nichtraucher vorbeikommt, haha.  </p>
<p>Und fĂĽr den Rest gehtÂ´s - haha - gegen Selbstbestimmtheit von allem, was irgendwie mit einem eigenen Geschmack von Spass oder Hedonismus zu tun haben kĂ¶nnte: sicher hat sowas immer einen Preis, aber die Entscheidung darĂĽber, wieviel man sich davon zumuten will oder auch nicht, mĂ¶chten sie einem auf gar keinen Fall mehr selber ĂĽberlassen: nein, wir verbieten euch das, das ist besser fĂĽr euch. Und wer auch immer sich dagegenstellt, ist ein SchĂ¤dling der Gemeinschaft, basta. Die Oberkrankenschwester aus dem Kuckucksnest hat gesprochen. </p>
<p>Klar macht Rauchen sĂĽchtig: aber das tun auch Psychopharmaka, Alkohol, Sex, Fussball, Musik, Computerspiele, Internetsurfen, Handy-Dauerquasseln oder Shareholder-Value. Auch ist all das mit Sicherheit nachweisbar schĂ¤dlich. Und wo bleiben denn da die Gesetze? </p>
<p>Eine Frage des Masses, oder? </p>
<p>Es gibt einen Aufsatz von Joe Jackson (www.joejackson.com - &#8220;Smoke, Lies &#038; The Nanny State&#8221;), der vor allem die SchrĂ¤glage einiger mittlerweile als selbstverstĂ¤dlich durchgehender Argumentationsfiguren sowie die wissenschaftliche Unredlichkeit von Studien zeigt, die im allgemeinen herangezogen werden, um die SchĂ¤dlichkeit beispielsweise des Passivrauchens zu behaupten: Tatsache ist, dass es offensichtlich bisher keine einzige seriĂ¶se Studie gibt, die schlĂĽssig nachweisen wĂĽrde, dass Passivrauchen deutlich schĂ¤dlicher wĂ¤re als etwa Motorradfahren oder auch nur der ganz normale Grossstadtsmog. Und immerhin dreht sichÂ´s hier fĂĽr meine Begriffe um DAS zentrale Argument der Anti-Raucher-Bewegung: es fĂ¤llt schlicht weg. </p>
<p>Ă„hnlich die angebliche â€žStudieâ€ś des Deutschen Krebsforschungszentrums von 2005, der zufolge etwa 3000 Menschen im Jahr an den Folgen des Passivrauchens sterben: sie ist erstens nur eine Metastudie, beruht zweitens in den wesentlichen Punkten auf reinen Mutmassungen &#038;  treibt drittens das ĂĽbliche Schindluder mit Statistiken (einleuchtendstes Beispiel: fĂĽllt jemand etwa 50 Lottoscheine aus statt einem, sind seine Chancen auf den Hauptgewinn zwar statistisch gesehen um beeindruckende 5000 Prozent gestiegen, in Wirklichkeit aber noch immer etwa gleich Null. - Analog dazu gilt etwa folgende SchĂ¤tzung als ungefĂ¤hr zutreffend: 160 von 100.000 Rauchern - im Gegensatz zu 7 von 100.000 Nichtrauchern - bekommen irgendwann in ihrem Leben Lungenkrebs. Also ist das Risiko bei Rauchern 24 Mal hĂ¶her,  oder beĂ¤ngstigender ausgedrĂĽckt: 2400 Prozent! -  Obwohl manÂ´s statistisch auch <em>so</em> ausdrĂĽcken kĂ¶nnte, dass der Durchschnittsraucher immer noch eine 99,8 -prozentige Chance hĂ¤tte, sich eben keinen Lungenkrebs zu einzufangen). Viertens jedoch - &#038; das ist der eigentliche Clou - waren 1 Drittel dieser angeblichen 3000 Passivrauch-Toten ĂĽber 85 Jahre alt. Kein Scherz. </p>
<p>Und nachdem also diese durch nichts bewiesene  Behauptung dann aggressiv &#038; nichtsdestotrotz als wissenschaftlich seriĂ¶se Meldung durch sĂ¤mtliche Medien trompetet wurde, wird sie einem seitdem nicht nur gebetsmĂĽhlenartig von allen Seiten immer wieder um die Ohren gehauen, sondern dient - was dĂ¤mlicher ist - auch als Grundlage fĂĽr entsprechende Gesetzgebungen (siehe z.B. ZEIT online, 17.12.05: â€žRaucher tĂ¶tenâ€ś).  </p>
<p>Oder nehmen wir Behauptungen wie: &#8220;Raucher belasten die Krankenkassen. Und wir alle zahlen fĂĽr diese egoistischen Parasiten dabei drauf.&#8221; - Also wenn Raucher tatsĂ¤chlich auch nur halb so oft an Krebs erkrankten bzw. entsprechend frĂĽher sterben wĂĽrden, wie die Antiraucher behaupten - &#038; durch entsprechend teure Therapien eben &#8220;uns allen auf der Tasche&#8221; lĂ¤gen - dann sĂ¤he die entsprechende Gegenrechnung in der Tat so aus, dass sie &#8220;uns&#8221; aber dafĂĽr ein Vielfaches an Rentenausgaben &#8220;ersparen&#8221; wĂĽrden. Denn was wĂ¤re schon ein halbes Jahr Chemotherapie gegen 20 Jahre Rente kassieren? - Wir denken hier nur eine Argumentation der Antiraucher folgerichtig &#038; ihrer eigenen Logik nach zuende: es sprĂ¤che gegen sie. </p>
<p>Was aber weit mehr noch gegen sie spricht, ist ĂĽberhaupt dieses Aufmachen einer Kosten-Nutzen Rechnung: denn es geht ja hier immerhin um Menschen &#038; nicht um GebrauchsgegenstĂ¤nde. Und jeder, auf den solche Rechnungen angewandt werden, hat von vornherein verloren.  </p>
<p>Womit wir wieder bei meinem Liedchen wĂ¤ren: denn es fĂĽhrt - zumindest teilweise (Scheisse, ich werd ja hier immer ernster&#8230; und warum muss ich mich eigentlich andauernd erklĂ¤ren? Offensichtlich bin ich ein Zwangsneu-&#8230; Ă¤h&#8230; zwnagsneu-zwangsneu-zwangsneu&#8230; ) - genau diesen Effekt vor. Nur halt in diesem Fall auf Nichtraucher angewandt anstatt - wie zunehmend selbstverstĂ¤ndlicher - auf Raucher. Was dann so absurd wird, dass es gar nicht anders kann, als eben vollkommen in Satire umzukippen. Es hĂ¤tte ebensogut gegen Nicht-GummibĂ¤rchenfresser gehen  kĂ¶nnen, was ja vielleicht sogar noch komischer geworden wĂ¤re. Die Methode: wir suchen uns irgendein x-beliebiges Feindbild &#038; stampfen es mithilfe einer logisch-statistischen Kosten/Nutzen-Rechnung - und zwar wieÂ´s uns gerade passt bzw. der Schnabel gewachsen ist - einfach mal ungespitzt in den Boden: ein Spass fĂĽr die ganze Familie quasi, sehr lehrreich &#038; lustig. Nur wenn diese allzuoffensichtliche Methode zufĂ¤llig auf Raucher angewandt wird, lacht kaum noch jemand. Wieso eigentlich nicht?</p>
<p>Der Rest: gerne geschenkt, liebe Nichtraucher &#038; GummibĂ¤rchenverweigerer. Und so wichtig - wie gesagt - ist das Thema ja nun auch wieder nicht. Wollte halt nur kurz mal eben Ă¤h&#8230; naja, vielleicht auch egal. Nicht egal dagegen scheint mir allerdings die MentalitĂ¤t <em>dahinter</em>: Haben diese Leute nichts anderes zu tun? </p>
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		<title>Musikerleben, ab &#038; zu.</title>
		<link>http://dziuks-kueche.de/blog/2007/12/18/musikerleben-manchmal/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Dec 2007 18:16:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Danny Dziuk</dc:creator>
		
	<category>Sporadische Dauerkolumne</category>
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		<description><![CDATA[29.11.07
Gestern abend letzter Duo-Gig mit Thomas in Zwickau (â€žAllein &#038; Beisammenâ€ś - gleichnamiges StĂĽck von ca. 92Â´ ĂĽbrigens anbei, plus â€žHarte Zeitenâ€ś von ca. 98/84Â´), dann heute morgen nochmal kurz ein Abstecher nach Chemnitz, wo Bob Dylan seine erste  weltweite Ausstellung als Maler hat, soweit ich weiss. Na schĂ¶n, Chemnitz.
Was wollte ich sagen? - [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>29.11.07</p>
<p>Gestern abend letzter Duo-Gig mit Thomas in Zwickau (â€žAllein &#038; Beisammenâ€ś - gleichnamiges StĂĽck von ca. 92Â´ ĂĽbrigens anbei, plus â€žHarte Zeitenâ€ś von ca. 98/84Â´), dann heute morgen nochmal kurz ein Abstecher nach Chemnitz, wo Bob Dylan seine erste  weltweite Ausstellung als Maler hat, soweit ich weiss. Na schĂ¶n, Chemnitz.<br />
Was wollte ich sagen? - Naja, also ne ziemliche Fahrerei, ein paar zauberhafte Momente, Besucherzahlen nicht gerade berauschend, aber draufgezahlt hat auch niemand gross. Und â€žjederzeit gerne wiederâ€ś. Es fĂ¤llt mir auch nicht schwer, ziemlich nett zu sein. Ab &#038; zu hĂ¶re ich dann ne Frage wie: â€žKann man davon eigentlich leben?â€ś (Ăśbrigens proportional abhĂ¤ngig von der Zuschauerzahl: von 20 bis 40 fĂ¤llt sie so gut wie immer, von 40 bis 80 manchmal, darĂĽber so gut wie nie) - wonach ich mich fast immer beeile zu erklĂ¤ren, daĂź ich ja eigentlich z.B. von Filmmusik lebe, und dann lass ich noch wie zufĂ¤llig ein paar Namen fallen, eigentlich ne Scheiss-Tour, aber danach ist regelmĂ¤ssig wenigstens Ruhe im Karton. Manchmal schau ich den Kandidaten auch einfach an &#038; sag betont beilĂ¤ufig: â€žNa, sicher.â€ś Was natĂĽrlich dann nicht so nett ist, aber die Frage ist es ja im Grunde auch nicht. Dieses Spielchen wiederholt sich alle paar Abende, und dann gibtÂ´s mĂ¶glicherweise noch ein Hotelzimmer mit Blick auf die lausigste Spielothek im deprimiernendsten Viertel, das die jeweilige Stadt zu bieten hat (&#038; ganz sicher dann auch mit Rauchverbot, was man allerdings bedenkenlos irgnorieren kann, da im ganzen Hotel eh sonst niemand ist), &#038; wenn man dann noch vergessen hat, sich wenigstens was Nettes zu trinken mitzunehmen, dann kannÂ´s schon mal vorkommen, dass man sein Spiegelbild in dem extrem nach billigen Desinfektionsmitteln stinkenden &#038; an anonymer HĂ¤sslichkeit kaum zu ĂĽberbietendem Duschklo fragt: â€śJa, was machst Du hier eigentlich?â€ś - </p>
<p>Was selbstverstĂ¤ndlich noch lange nicht die unterste Sohle ist: Vor ein paar Jahren zum Beispiel spielten wir (in diesem Fall: die alte Band) fĂĽr 2 Tage in einem DarmstĂ¤dter Etablissement, wo wir zunĂ¤chst - vĂ¶llig auf uns selbst gestellt - eine ganze PA aufbauten &#038; soundcheckten. Schliesslich liess sich ein langlockiger bzw. belederhoster Jim Morrison-Verschnitt dazu herab, uns unsere Schlafgelegenheit zu zeigen. Wir kletterten mit unserem GepĂ¤ck ein paar seltsame Treppen rauf &#038; landeten schliesslich in einem etwa 3&#215;3 qm grossen Zimmer mit nichts als 4 Pritschen drin. Es war ausserdem Winter, ziemlich kalt, &#038; an der Wand hing ein Blechautomat, in den man MĂĽnzen werfen konnte: 5 Mark fĂĽr je 12 Stunden Beheizung. Dann fĂĽhrte er uns ĂĽber einen Flur, um uns die dazugehĂ¶rige Dusche zu zeigen. Wir kriegten mit, daĂź die Etage eine Art stĂ¤dtisch subventioniertes Ăśbergangswohnheim fĂĽr Asylanten war; und im Gegensatz zu Lederhosen-Jim waren die ziemlich nett. Dann kamen wir ins Bad: von 2 oder 3 RestĂ¶sen herab hing ein verranzter Duschvorhang, die Kacheln &#038; das Becken waren von einer - auch farblich changierenden - unregelmĂ¤ssigen Schicht fettĂ¤hnlicher Konsistenz ĂĽberzogen, &#038; auch der Rest liess eindeutig befĂĽrchten, sich bereits durch den blossen Anblick mit irgendeiner scheusslich juckenden Krankheit zu infizieren. Das ganze dann vorgestellt  mit den Worten: â€śUnd bitte die Dusche so verlassen, wie ihr sie vorgefunden habt.â€ś Ich starrte auf die schiefe Duschstange &#038; entdeckte eine halbverhungerte Spinne bei der Halterung. </p>
<p>Andererseits - nur gerechtigkeitshalber - gibtÂ´s natĂĽrlich auch sehr nette Veranstalter, gute Hotels &#038; ĂĽberhaupt HerzenswĂ¤rme allenthalben. Bis hin zu DollarmilliardĂ¤ren, die einen z.B. auf die Bahamas einladen. Treppe rauf, Treppe runter, und alles dazwischen.</p>
<p>05.12. </p>
<p>Gestern traf ich zufĂ¤llig seit langem mal wieder Hans Wallbaum, mit dem zusammen ich nicht zuletzt ein paar Jahre in Diensten von Stoppok verbrachte. Er ist ein Urgestein von einem Schlagzeuger, hat seinen eigenen Stil &#038; Geschmack, &#038; seine Physiognomie erinnert mich immer - wenn auch sehr entfernt -  an die von Joseph Conrad, und nicht zuletzt umgibt auch ihn irgendwie das Flair eines gentlemanhaften Ex-KapitĂ¤ns. Was aber vielleicht auch gar nicht so weit hergeholt ist, denn die Rolle eines geschmacksintegren Musikers auf so lange Zeit durchzuhalten Ă¤hnelt in der Tat dem Risiko zumindest eines Matrosens beim Befahren der 7 Weltmeere. In seinem Fall unter der Flagge des RockÂ´n Roll (da war ich mal Smutje), wobei Desertation nur um den Preis des Gesichtsverlustes zu haben ist. Zwei der AusdrĂĽcke, durch die ich sofort sein Bild vor Augen hab, lauten â€žnicht ehrenrĂĽhrigâ€ś bzw.  â€žverschworener Haufenâ€ś.  Aber egal jetzt, wir haben andere Zeiten. Und ich trauere einigen frĂĽheren eigentlich auch nicht sonderlich hinterher.</p>
<p>Na  gut, wir trinken also einen Kaffee am Hermannplatz (da trifft man komischerweise immer Leute zufĂ¤llig seit langem mal wieder) &#038; er spielt zur Zeit auch mit dem britischen SĂ¤nger X, der wiederum mit einem meiner Helden - nĂ¤mlich Van Morrison - gemeinsame Auftritte hatte. Ich frag ihn natĂĽrlich nach entsprechendem Seemannsgarn, &#038; er erzĂ¤hlt z.B. folgendes: Also die Band spielt, &#038; Van-The-Man steht vĂ¶llig regungslos da auf der BĂĽhne in seiner typischen bewegungslosen Pose (so als warte er auf Inspiration, oder was immer das auch bedeutet), &#038; es dauert &#038; dauert, &#038; schliesslich hĂ¤lt X es nicht lĂ¤nger aus, geht ans Mikrophon &#038; singt den Song selber. Van lĂ¤sst sich zunĂ¤chst nichts anmerken, aber nach dem Gig klopftÂ´s an X-ens Garderobe, &#038; herein kommt - wer auch sonst - Van. Woraufhin folgender Dialog stattfindet: (Van) â€žDu weisst, wer van Morrison ist?â€ś - (X) â€žJa.â€ś - (Van) â€ž Und Du weisst auch, dass Van Morrisson diesen Song hĂ¤tte singen sollen, den Du Dir einfach herausgenommen hast, ihm wegzunehmen?â€ś - (X).: Ja, Sir.â€ś - (Van, nach einer langen Pause) â€žAlso mach das <em>nie wieder</em>.â€ś - Herrlich, wenn auf die alten Haudegen noch immer Verlass ist.  </p>
<p>13.12.</p>
<p>Momentan in einem bayrischen Dorf im Haus eines befreundeten Musikers. Gestern mittag kam ich runter in die KĂĽche &#038; sah draussen die ersten Schneefelder dieses Jahres. Ich war allein &#038; es roch nach Holzfeuer. Auf dem KĂĽchentisch liegt â€žDie Zeitâ€ś, &#038; das Foto von Ahmadinedschad auf der Titelseite erinnert mich vage an JĂĽrgen Prochnow. Ich beschliesse, zunĂ¤chst nichts davon zu lesen &#038; mach mir erstmal einen Kaffee. Ein paar Stunden spĂ¤ter hab ich immer noch nichts davon gelesen.</p>
<p>Wir nehmen hier gerade - zwischen 2 Gigs - ein paar Songs auf: kein technischer Schnickschnack, einfach in der Runde sitzen &#038; spielen, ein paar Mikros, 2 Amps &#038; ein Laptop &#038; das warÂ´s. Nichtmal KopfhĂ¶rer. So lautete der Plan: das Wesentliche zuerst. Und vor allem mit einem GefĂĽhl dafĂĽr, in welchem natĂĽrlichen Raum das alles ĂĽberfhaupt stattfindet. Wolf wirdÂ´s dann zunĂ¤chst in sein eigenes Studio mitnehmen &#038; Schlagzeug drauf spielen (darin ist er eh Weltmeister), spĂ¤ter krieg ichÂ´s dann wieder &#038; wir werden sehen. Jedenfalls klingtÂ´s sehr vielversprechend. Ein Song zum Beispiel, den ich mit der KĂĽche schon des Ă¶fteren vergeblich probiert hatte (danach ist so ein Song dann quasi traumatisiert, oder vielleicht auch wirklich Scheisse), klang plĂ¶tzlich auf Anhieb genau richtig. BestĂ¤tigt mich vor allem in meiner schon seit einiger  Zeit gehegten Annahme: Entweder ist etwas <em>direkt</em> gut, oder vergiss es.<br />
Was in Berlin mit der KĂĽche nicht ganz so der Fall war, denn dort unten in einem kleinen Kellerstudio sassen wir zwar auch in einer engen Runde, aber es gab z.B. KopfhĂ¶rer &#038; mein Gesang zĂ¤hlte nicht, da es zuviele â€žĂśbersprechungenâ€ś gab (d.h. was vom Schlagzeug mit aufÂ´s Gesangsmikro kam, war zu laut, um damit hinterher arbeiten zu kĂ¶nnen). Aber auch hier kriegte ich eigentlich, was ich wollte: grĂ¶sstmĂ¶gliche Direktheit &#038; rĂ¤umlichen Kontakt der Musiker wie auf einer BĂśhne oder in einem Wohnzimmer. Also quasi entweder direkte Magie oder eben Maggie. Um die 20 Songs sind jedenfalls auf diese Weise jetzt aufgenommen &#038; harren quasi weiterer Arbeit. -</p>
<p>16.12. </p>
<p>So, wieder in Berlin bzw. erstmal wieder ein biĂźchen mehr Geld verdienen (s.o.), wird mir aber auch nicht sonderlich schwerfallen, &#038; im Februar/MĂ¤rz werd ich das ganze Sammelsurium dann mischen &#038; ĂĽberhaupt erstmal sortieren: KĂĽche &#038; SĂĽdbalkon &#038; welche Anteile. Oder vielleicht auch 2 Platten. Dazu gibÂ´s auch noch einige Songs, die ich alleine einzuspielen vorhabe. Weshalb auch erstmal die Live-Auftritte ein biĂźchen flachfallen werden. Hab halt keinen Stab von majorlabelfinanzierten Dienstboten um mich herum &#038; das dauert dann halt mal. Was sollÂ´s, es gibt Schlimmeres (zum Beispiel majorlabelfinazierte Dienstboten). Herauskommen sollÂ´s jedenfalls etwa Sept. 08, und bis dahin kann eh noch eine Menge passieren. -  </p>
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		<title>Notizen&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Aug 2007 17:20:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Küchenpersonal</dc:creator>
		
	<category>Sporadische Dauerkolumne</category>
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		<description><![CDATA[Ein paar Notizen: die neue Ausgrabung heisst â€žVerliebt &#038; Blindâ€ś, Text stammt von Bernie Conrads (mit ein paar kleinen Erweiterungen meinerseits), demomĂ¤ssig aufgenommen schĂ¤tzungsweise 99, bisher nirgendwo erschienen. GefĂ¤llt mir momentan so gut, daĂź ichÂ´s beinah fĂĽr die nĂ¤chste CD in Betracht ziehe. Soll ich (ich meine, das mal richtig aufnehmen)? Und wo wir gerade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein paar Notizen: die neue Ausgrabung heisst â€ž<a href="http://dziuks-kueche.de/blog/musik-mp3/">Verliebt &#038; Blind</a>â€ś, Text stammt von Bernie Conrads (mit ein paar kleinen Erweiterungen meinerseits), demomĂ¤ssig aufgenommen schĂ¤tzungsweise 99, bisher nirgendwo erschienen. GefĂ¤llt mir momentan so gut, daĂź ichÂ´s beinah fĂĽr die nĂ¤chste CD in Betracht ziehe. Soll ich (ich meine, das mal richtig aufnehmen)? Und wo wir gerade dabei sind: auf Bernies demnĂ¤chst etwa Ende September erscheinender CD (â€žIrgendwo dahintenâ€ś betitelt) hab auch ich ein paar keyboards gschpuilt (bayrisch).</p>
<p>Das beste Chanson, das ich seit langem in deutscher Sprache gehĂ¶rt hab, stammt von Sebastian KrĂ¤mer &#038; heisst â€žKein Liebeslied fĂĽr dichâ€ś (zu finden auf seinem Album â€žSchule der Leidenschaftâ€ś). Sowas ist mir bisher noch nicht untergekommen, da hatte jemand ne Sternstunde (oder auch ne Menge Arbeit), da stimmt alles, &#038; da kĂ¶nnen sich z.B. unsere superintelligenten  Diskurspopvertreter mal derartig eine Scheibe von abschneiden, daĂź es wehtut: ich versteh nicht, wieso der dafĂĽr nicht mit Preisen u.Ă¤. ĂĽberhĂ¤uft wurde. Aber so undankbar &#038; seltsam ist eben vermouthlich (Prost!) die Ă¤h&#8230;  Welt.</p>
<p>Dann noch was: Vor etwa 10 Jahren fand in der damals von Stoppok gemieteten &#038; zum Studio umgebauten Zeche Bonifatius in Essen eine 10-tĂ¤gige Begegnung der ziemlich anderen Art statt. 6 Musiker/innen trafen sich aus reiner Begeisterung (u.a. fĂĽreinander) zu einem kleinen<br />
Experiment: was wĂĽrde passieren, wennÂ´s keinen Chef, keine Songs &#038; auch sonst keine Vorgaben gĂ¤be? Was wĂĽrde dabei fĂĽr eine Musik herauskommen? Ausser der Regel, daĂź Keyboards jeglicher Art verboten waren, konnte jeder machen (oder vorschlagen), was er/sie wollte. Ăśberall standen Gitarren, VerstĂ¤rker, Trommeln &#038; Mikros herum, wir hatten einen Koch &#038; brauchten uns auch sonst um nichts zu kĂĽmmern als ab &#038; zu mal auf den roten Knopf der 24-Spur-Bandmaschine zu drĂĽcken. Man konnte ansonsten in den herrlichen Hallen dieser alten  Zeche herumhĂ¤ngen, Tischtennis spielen, dummes Zeugs erzĂ¤hlen oder auch sich in eine Ecke verziehen &#038; Texte fĂĽr Jamsessions schreiben, die man bereits aufgenommen hatte  (oder irgendwie noch vorhatte auszuprobieren). Oder auch das ein oder andere GetrĂ¤nk zu sich nehmen, falls mal irgendwas hakte. Es entstand ziemlich schnell eine sehr freie, warmherzige &#038; eigenartig inspirierte AthmosphĂ¤re, in der jeder der Beteiligten ganz wie von selbst zu absoluter Hochform aufzulaufen schien. Wunderbare 10 Tage waren das. Ăśbrig blieben  schliesslich 10<br />
oder 11 Songs, die tatsĂ¤chlich teilweise geradezu glĂĽcklichmachende Momente oder Passagen dieses schĂ¶nen Kollektiv-Geistes hĂ¶rbar machten, welcher daselbst in jenen 10 Tagen in diesen alten GemĂ¤uern irgendwie unaufhĂ¶rlich herumschwebte. Wir nannten das â€žProjektâ€ś im Nachhinein dann â€žJumpin Jesusâ€ś, was ĂĽbersetzt wahrscheinlich so etwas Ă¤hnliches heissen will wie â€žHimmel, Arsch &#038; Wolkenbruchâ€ś.</p>
<p>Wie auch immer, jedenfalls wurde diese Musik - aus diversen (&#038; mir teilweise auch schleierhaften - s.o.) GrĂĽnden - bisher nie irgendwo verĂ¶ffentlicht. Was (Achtung: Tusch!!!) sich jetzt wiederum geĂ¤ndert hat: Es gibt die ersten 4 Songs davon nĂ¤mlich jetzt zum freien  Downloaden (oder auch nur HĂ¶ren) unter <a href="http://www.myspace.com/jumpinjesusband">www.myspace.com/jumpinjesusband</a>. Weitere werden in AbstĂ¤nden folgen (und zwar so lange, bis das SchatzkĂ¤stchen leer ist &#038; keiner von uns auch nur einen Cent daran verdient Ă¤h&#8230; gut, was!?).
</p>
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