Gebet & Revolver

Noch ein paar Tage bis zur Veröffentlichung von “Gebet & Revolver” & ich harre dessen quasi mit meiner üblichen Mischung aus leichtem Zweckpessimismus (mir doch scheissegal) und Aufregung (zugegeben): man hat seine 3 Pfund (bzw. 90 Kilo) in die Waagschale geworfen, jetzt sind die anderen dran. Um mich ein bisschen abzulenken, renoviere ich die Küche. Falls also – wider alle Vernunft bzw. aus Gründen, die ich mir bis jetzt möglicherweise noch nicht vorstellen kann – das gute Stück irgendwie durchfallen sollte, hätte ich dann zumindest ein schönes, langes, neues Arbeitsbrett aus irgendwie beeindruckend gemasertem Holz, gut geölt, handfest, solide & nicht so schnell kaputtzukriegen. Jedenfalls haben die Vögelchen (Songs) ihr Nest (Studio) verlassen & beginnen von jetzt ab ein eigenes Leben. Viel Glück, ihr kleinen Biester.

Ein bisschen blöd zunächst: ausgerechnet die Nachdichtung (oder besser: Paralleldichtung) von “Do You Want My Job ?”, über die ich mich im vorletzten Beitrag so ausschweifend verbreitet hatte, ist leider nicht mit drauf ist: wir hatten 3 Verlage um Erlaubnis zu fragen, haben aber bisher nur 2 positive Antworten bekommen. Hoffentlich auf der nächsten also.

Dafür das Kampfhundlied nochmals, in leicht geänderter Mischung, weil – wie gesagt – die Doppel-EP nicht nochmal neu aufgelegt werden soll. Leider ohne Video, denn ich habe schliesslich eingesehen, dass das wiederum zuviel Gewicht bedeutet hätte.
‹brig bleiben nach Abzug dessen immerhin 14 neue Songs, von denen einer bereits auf dem selbstverständlich sehr zu empfehlenden 5-CD-Hörbuch “Greenwich Killing Time” (gleichnamiger Kriminalroman von Kinky Friedman, gelesen von Wiglaf Droste) – quasi als Abspann – bei Baer Family Records soeben erschienen ist: “Sie stellen keine Juden wie Jesus heut mehr her”, eine ziemlich freie Adaption von Friedmans Klassiker “They Ain’t Making Jews Like Jesus Anymore”. Und Zündstoff.

Und wo wir gerade bei deutschsprachigen Coverversionen sind: ich bin sehr froh, wenigstens die Erlaubnis zu “Fish & Whistle” von John Prine bekommen zu haben. Womit quasi eröffnet wird, und das letzte Wort hat dann Rio Reiser. Einer meiner Lieblingssongs, in dem er Sonne, Mond & Sterne besingt, gar nicht so einfach, das. Was dazwischen alles noch so passiert, würde ich mal kurz & schmerzlos zusammenfassen mit: was Herr Dziuk ansonsten im Moment der Welt glaubt mitzuteilen haben zu müssen. Oder haben müssen zu glauben. Oder so ähnlich quasi. Denn darin sollte ja quasi gerade die Disziplin liegen, dass so eine CD quasi möglichst für sich selbst sprechen können bzw. keine weiteren Erklärungen von aussen brauchen sollte & quasi schon gar nicht vom Verfasser selber. Sonst könnte besagter ja auch quasi gleich Journalist oder Dozent für Poetik & Interpretik werden. Weshalb wir ja quasi auch am 9.5. im Quasimodo spielen (ja ja, ich hab ja soeben 20 EUR in die Kalauerkasse getan), wohin doch bitte möglichst viele der 72 geneigten Leser hier quasi (nochmal 5 EUR) ihre Freunde mitbringen mögen.

Ansonsten sind die ersten Reaktionen ganz gut: zum Beispiel (bei Erscheinen) “CD der Woche” auf MDR. Rolling Stone will was machen. Melodie & Rhythmus hat bereits (Augustausgabe). Jemand von Radio Eins hat sich vorgestern gemeldet… also mal sehen, mal sehen. Und mal sehen, was bei dem Kasperletheater von Wahlkampf so davon übrig bleiben wird. Aber egal, denn das meiste ist ja sowieso eher auf längere Haltbarkeit hin angelegt, da kann Werauchimmer noch so viele Säue durch’s Dorf jagen: das ein oder andere o.g. kleiner Biester könnte mit der Zeit durchaus die Fähigkeit entwickeln, über all sowas mühelos hinwegzuflattern. Sozusagen (zweifuffzig).

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