Saubillich…

Kleiner vorweihnachtlicher Scherz am Rande des Wunschzettels für den Grabbeltisch: welche supercleveren Werbestrategen auch immer auf die glorreiche Idee gekommen sind, ausgerechnet den nicht mehr befragbaren Rio Reiser für ihre geizgeile Mediamarkt-Scheisse zu verbraten: irgendein durchgeknallter Dschihadist mit Sehnsucht nach 72 Jungfrauen möge einen Wimpernschlag vor Erfüllung seiner apokalyptischen Träume nicht weiter als ein paar Schritte von ihnen entfernt sein.

Und für den Rest des ihnen servil zuarbeitenden Umfeldes aus windelweich gepamperten Nulllösungs-Creativlingen, schmierlappigen Schweinepriestern & auch sonst in so gut wie jeder Beziehung prekär sinnlosen Existenzen, die alle „kein Problem damit“ hatten: schwere seelische Krisen, Depressionen, Psychosen! Und falls zu doof dafür (wovon vermutlich auszugehen ist):

schlechtes Koks, burn out syndrome, chronische Stressmigräne, Herzrasen, Bluthochdruck, Trinitus, ADS, weisse Mäuse, Demenz, Arschkrebs, Einbrecher, Dieter Bohlen, Klaustrophobie, Agoraphobie, überhaupt Phobien, Panflöten, Midlifecrisis, Steuerprüfungen, Unterhaltsklagen, Hämorriden, verzogene Blagen, Alzheimer. Das alles jedenfalls & noch viel mehr. Hehe.

Die Neue (!!!!!!!)…

CoverQuasi

erscheint zwar offiziell erst am 12.01.07, aber wer will, kann sie ab sofort bei Buschfunk bestellen (www.buschfunk.com – oder 030/44713830 oder 030/44651100 -). Sie ist bereits dort & lieferbar.

Betitelt ist´s Dziuks Küche Live im Quasimodo, & es handelt sich dabei um 10 bereits bekannte Songs, mitgeschnitten am 30.6. bzw. 1.7.06 im (wie bereits mit dem Titel angedeutet) Berliner Quasimodo. Und ein wenig nachbearbeitet in Dziuks Laboratorium mithilfe eines 5ten Mannes, der nicht genannt sein möchte. Gut, lassen wir ihm das. Vielleicht kriegt man ihn ja demnächst dennoch zumindest mal auf die Bühne.
Was gäb´s sonst noch? Vielleicht, daß Hans Rohe z.B. manchmal spielte, als wolle er einen Zug zum Entgleisen bringen. Oder daß am Ende einer irgendwie überirdisch gesungenen Version von Flachland man ein paar Momente lang von irgendwoher die Glocken läuten hört. Kein Trick, jedenfalls das nicht. Dann eine ziemlich risikoreiche 8-Minuten-Version von „Zu Alt“, mit Hans´ legendärem Rap bzw. Kulle Dziuk & Moe Jaksch in Hochform, gefolgt von einer ziemlich schräg daherdampfenden Kollektivimprovisation, bei der vor allem der Spielwitz sämtlicher Beteiligter nochmal sehr plastisch (kann man fast reinbeissen) um die Ecke walzt.

Darüberhinaus hat man angebaut: Ausser Dziuks Küche gibt´s jetzt auch Dziuks Südbalkon, ein Trio mit Danny Dziuk & den beiden bayrischen Musikern Georg Spindler & Köpf.
Besonders wertvoll für den innerdeutsch-kulturellen Dialog, da eindeutig weisswurschtgrenze-überschreitend, sprachlich als auch musikalisch. Wer also die Föderalismusdebatte ernst nimmt, der kommt um dieses Trio nicht mehr herum. Ein paar andere bzw. Schlauere aber vielleicht auch nicht.
Zwei schöne Beispiele dafür (bzw. neue Songs, die am 3.09.06 auch live eingespielt wurden, allerdings ohne Publikum bzw. in Stoppoks unglaublichem Wohnzimmer in der Nähe des
Ammersees) gibt´s am Ende besagten Machwerks.

Trackliste:

(Dziuks Küche:)

1 Fenster fremder Leute
2 Flachland
3 Wenn 2 (zueinander passen)
4 Das war nicht der Hund
5 Lustiger Quatsch
6 Fisch & Pfeifen
7 Überwintern
8 Geh zu deinem Lover, Liebling
9 Kopf & Herz
10 Zu alt

(Dziuks Südbalkon:)

11 Schon schön #1
12 Des iss ja des!

Dota Kehr. Kleingeldprinzessin.

Nach soviel Eigenwerbung beim letzten Mal – als Ausgleich sozusagen – Fremdwerbung. Kam so, daß jemand mich fragte, ob´s nicht irgendwas an deutschsprachigen Veröffentlichungen der letzten Zeit gäbe, über das ich gerne schreiben würde. Ich sagte: klar, Dota Kehr. Die Kleingeldprinzessin. Hat ne neue Platte raus namens „Immer nur Rosinen“, an der´s – klar – vielleicht auch ein paar Kleinigkeiten zu mäkeln gäbe, aber wer wird schon allzu spitzfindig werden, wenn das Gesamtbild geradezu nach einer kleinen Hymne schreit.
Alleine schon aus Freude darüber, im „Kampf der Kulturen“ (grrrrrrr!) mal wieder jemanden gefunden zu haben, bei der man auch ohne Gewissensbisse denken darf: ja, so geht das auch, so kann man das machen. Passiert ja selten genug. Here we go:
Weiterlesen