Nach soviel Eigenwerbung beim letzten Mal – als Ausgleich sozusagen – Fremdwerbung. Kam so, daß jemand mich fragte, ob´s nicht irgendwas an deutschsprachigen Veröffentlichungen der letzten Zeit gäbe, über das ich gerne schreiben würde. Ich sagte: klar, Dota Kehr. Die Kleingeldprinzessin. Hat ne neue Platte raus namens „Immer nur Rosinen“, an der´s – klar – vielleicht auch ein paar Kleinigkeiten zu mäkeln gäbe, aber wer wird schon allzu spitzfindig werden, wenn das Gesamtbild geradezu nach einer kleinen Hymne schreit.
Alleine schon aus Freude darüber, im „Kampf der Kulturen“ (grrrrrrr!) mal wieder jemanden gefunden zu haben, bei der man auch ohne Gewissensbisse denken darf: ja, so geht das auch, so kann man das machen. Passiert ja selten genug. Here we go:
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Archiv des Autors: Danny Dziuk
Video „Das war nicht der Hund“
Jetzt endlich für jedermann frei zugänglich: das 03 gedrehte Video „Das war nicht der Hund“ (Regie: Joachim Thommes)
Beschreibung:
(1) Danny Dziuk hier ausnahmsweise mal als Pädagoge, der absolut anschaulich & allgemeinverständlich – unter Zuhilfenahme seines Kampfhundliedes „Das war nicht der Hund“ – nicht nur ein für allemal die wahre Beziehung zwischen „Kampfhund & Kampfhundbesitzer“ tiefenpsychologisch final klärt, sondern auch (dechiffrierbarer Subtext) quasi substantiell neue Aspekte zur Dialektik von „Herr und Knecht“ (Hegel, Adorno, Beckett) beizutragen weiss (Philosophiestudenten der sog. „Hamburger Schule“ werden sofort schnallen, wovon hier die Rede ist; alle anderen ein bißchen früher), dabei jedoch auch die politische Dimension (Alexander Kluge, Oskar Negt, Klaus Staeck u.a.) der damit konkret (Hermann L. Gremliza u.a.) zusammen hängenden Täter-Opfer-Problematik (Arno Gruen) keineswegs unterschlägt. Klar soweit?
(2) Auch gibt es überraschende kritische Querverweise zur sog. „Esoterikszene“ (Diedrichsen, Sloterdijk, Kubitschek u.a.): denn was haben gerade die doofsten Kampfhundbesitzer mit besonders selbstherrlichen sog. „Esoterikern“ (Diedrichsen, Sloterdijk, Kubitschek u.a.) gemeinsam? Die Botschaft nämlich, daß man immer & grundsätzlich an allem & jedem selber schuld ist (einzige Ausnahmen bzw. Interpretationshoheit: Kampfhundbesitzer & sog. „Esoteriker“ – siehe Diedrichsen, Sloterdijk, Kubitschek u.a. ): im ersteren Fall natürlich, von der verzogenen bzw. verwirrten Töle gebissen zu werden. Im zweiteren darüberhinaus auch noch an allem übrigen. Nicht zuletzt auch daran, auf besonders selbstherrliche sog. „Esoteriker“ (Diedrichsen, Sloterdijk, Kubitschek u.a.) hereinzufallen. Wie z.B. Thorwald Dethlefsen, der – abgesehen davon, daß er mittlerweile völlig durchgeknallt ist bzw. sich selber für sowas wie den direkten Empfänger der Botschaften Gottes hält, die er dann selbstverständlich nur für atemberaubende Beträge an ausgewählte Personen (richtet sich nach den Beträgen*) weitergibt – (also wie z.B. Thorwald Dethlefsen, der) Ende des letzten Millenniums in diesem Sinne quasi richtungsweisende Bestseller schrob mit Titeln wie „Krankheit als Weg“ oder „Schicksal als Chance“ – wobei Herr Dziuk noch einen draufsetzt bzw. als nächsten Titel vorschlägt oder wahlweise auch vorhersieht bzw. bündig zusammenfasst: „Brot als Belag“.
(3) All das & „noch viel mehr“ (Rio Reiser) in unglaublichen & läppisch knappen 5 Minuten, mit anderen Worten: mehr Effizienz (& kostenlose (!) Bildung) geht nicht. Also: sofort angucken!
Index (nach Absätzen):
Adorno, Theodor W. – 1
Beckett, Samuel – 1
Bildung, kostenlose (!) – 3
Dethlefsen, Thorwald – 2
Diedrichsen, Dietrich – 2
Dimension, politische – 1
Esoteriker, „sogenannte“ (siehe Esoterikszene, „sogenannte“)
Esoterikszene, „sogenannte“ – 2
Gremliza, Hermann L. – 1
Gruen, Arno – 1
Friedman, Kinky – *
Hegel, Georg Wilhelm Friedrich – 1
Kluge, Alexander – 1
Kubitschek, Maria – 2
Negt, Oskar – 1
Millennium, letztes – 2
Reiser, Rio – 3
Töle, verzogene bzw. verwirrte – 2
Schule, „Hamburger“ – 1
Subtext (dechiffrierbar) – 1
Sloterdijk, Peter – 2
Staeck, Klaus – 1
Nachbars Bully
Obwohl ich mir neulich selbst halbwegs versprochen hatte, möglichst keiner “Tagespolitik” (whatever that is) mehr hinterherzuhecheln, hier (hoffe ich, doch das kann täuschen) doch noch eine letzte Ausnahme. Zum nahen Osten. In diesem Fall ein Dylan-Text aus den frühen 80ern (ungefähr zur Zeit des Libanonkrieges bzw. des seitens der israelischen Armee geduldeten Massakers von christlichen Milizen in den palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Shatila), verrückterweise aus einem Album namens “Infidels” (auch das noch). Er beschreibt – zumindest teilweise – die Grundsituation der Israelis, von der ich hoffe, dafl sie dieser Tage zumindest ein paar Leute mit auf dem Schirm behalten. Weiterlesen