Ganz schön windig…

… die Gigs mit der Band für’s erste vorbei, weiter geht’s in der Konstellation frühestens Juni, denn Moe fährt für ein paar Monate in die Schweiz, Kulle hat ne Menge am Potsdamer Hans-Otto-Theater zu tun (Premiere “About a Band” am 14.2.; hat er nicht nur – d.h. ausser der Musik – mitgeschrieben, sondern besetzt erstmalig auch eine Hauptrolle als Schauspieler), & Hans ist für die neue Winson-CD mit am Start, welche da demnächst erscheint & keiner weiss, was dann passiert. Viel Glück für alle!

Und soweit, so gut & so schade ein bißchen, denn das neue Konzept funktionierte eigentlich ziemlich gut: die Intimität von Folk (zumindest stellenweise) abzuwechseln mit Rock’n Roll- Krach & Risiko (& was sonst noch allem), so daß weder Text noch Spielfreude einander zu sehr auf die Nerven gingen. Es hätten also durchaus noch ein paar Termine mehr sein können. Von mir aus sogar sehr viel mehr.

Aber über’s Knie brechen kann man’s halt auch nicht, & so müssen wir eben mit dem klarkommen, was machbar ist (Herr Nachbar): die Bedingungen der Welt. Bloß nicht persönlich nehmen. Und daß mit letzterer irgendwas ganz Eklatantes permanent schiefläuft, ist ja sowieso eher eine Binse. Ob oder wieviel dagegen mit der Band schiefläuft: diese Frage steht gottseidank auf einem völlig anderen Blatt. Entscheiden werden das jedenfalls keine Waschmaschinenverkäufer á la Bohlen & co. So what the f…, wie andeutungsweise der Franzose sagt. Weiterlesen

Chris Whitley

Lernte Chris Whitley – ein bißchen – auf meiner letzten (bis dato) Stoppok-Tour kennen, wo er im Frühljahr 02 das Vorprogramm bestritt. Es war schwer für ihn, denn dieses Publikum war einfach nicht seins. Wartete auf einen vergleichsweise witzig-feucht/fröhlichen Abend mit uns, d.h. der Stoppok-Band, & plötzlich ist da diese seltsame Gestalt auf der Bühne – ein bißchen wie Artaud oder Pasolini – und macht ernst. Kaum Ansagen, geschweige denn witzig. Mit nichts als einer Dobro um den Hals sowie einem Brett auf dem Boden, welches das gelegentliche Stampfen seiner Cloggs verstärkt. Manisch, fiebrig. Renitenter Engel. Es scheppert & dampft & pfeift aus allen Nähten. Wie Hendrix auf`m Schrottplatz. Und das Stampfen kommt jetzt von einer Autopresse im Hintergrund. Weiterlesen

Gebet & Revolver

Noch ein paar Tage bis zur Veröffentlichung von “Gebet & Revolver” & ich harre dessen quasi mit meiner üblichen Mischung aus leichtem Zweckpessimismus (mir doch scheissegal) und Aufregung (zugegeben): man hat seine 3 Pfund (bzw. 90 Kilo) in die Waagschale geworfen, jetzt sind die anderen dran. Um mich ein bisschen abzulenken, renoviere ich die Küche. Falls also – wider alle Vernunft bzw. aus Gründen, die ich mir bis jetzt möglicherweise noch nicht vorstellen kann – das gute Stück irgendwie durchfallen sollte, hätte ich dann zumindest ein schönes, langes, neues Arbeitsbrett aus irgendwie beeindruckend gemasertem Holz, gut geölt, handfest, solide & nicht so schnell kaputtzukriegen. Jedenfalls haben die Vögelchen (Songs) ihr Nest (Studio) verlassen & beginnen von jetzt ab ein eigenes Leben. Viel Glück, ihr kleinen Biester.

Ein bisschen blöd zunächst: ausgerechnet die Nachdichtung (oder besser: Paralleldichtung) von “Do You Want My Job ?”, über die ich mich im vorletzten Beitrag so ausschweifend verbreitet hatte, ist leider nicht mit drauf ist: wir hatten 3 Verlage um Erlaubnis zu fragen, haben aber bisher nur 2 positive Antworten bekommen. Hoffentlich auf der nächsten also. Weiterlesen